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Es gibt Termine, auf die freut man sich. Der Kaffee mit einer guten Freundin, das Konzert am Wochenende, der Urlaub, auf den man monatelang hinfiebert. Und dann gibt es diesen einen Termin, den man gerne vor sich herschiebt. Die Vorsorgeuntersuchung.

Dabei ist sie nichts, wovor man Angst haben müsste. Im Gegenteil. Sie ist eine Stunde, die man in sich selbst investiert. Ein Moment, in dem der Körper einmal gründlich angeschaut wird, bevor etwas weh tut. Bevor etwas auffällt. Bevor es zu spät ist.

Viele denken, sie brauchen das nicht. Ihnen geht es gut, sie fühlen sich gesund, warum also zum Arzt gehen? Doch genau das ist der Punkt. Viele Erkrankungen entwickeln sich langsam und unbemerkt. Bluthochdruck tut nicht weh. Erhöhte Cholesterinwerte spürt man nicht. Und auch manche Krebserkrankung zeigt erst dann Symptome, wenn sie schon fortgeschritten ist.

Die Vorsorgeuntersuchung bietet die Chance, solche Dinge früh zu erkennen. Je früher etwas entdeckt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Das gilt für viele Krankheiten, und es ist einer der wenigen Bereiche im Leben, in denen Vorsicht wirklich besser ist als Nachsicht.

In Deutschland haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle drei Jahre Anspruch auf einen Gesundheits-Check-up. Dabei werden unter anderem Blutdruck, Blutzucker und Cholesterinwerte gemessen, und es wird ein Gespräch über die persönliche Gesundheit geführt. Für Frauen gibt es zusätzlich die Möglichkeit der Krebsfrüherkennung, für Männer ebenso. Die Angebote sind da. Man muss sie nur wahrnehmen. Vielleicht ist der wichtigste Rat dieser: Nicht warten, bis etwas weh tut. Der Körper meldet sich oft erst spät. Wer ihm regelmäßig zuhört, tut sich selbst einen Gefallen. Und wer weiß, vielleicht ist der Termin beim Arzt am Ende gar nicht so unangenehm wie gedacht. Ein ruhiges Gespräch, ein paar Werte, und das gute Gefühl, etwas für sich getan zu haben.