Es beginnt meist harmlos. Ein Kratzen im Hals, ein Frösteln am Nachmittag, und am nächsten Morgen fühlt sich der ganze Körper an, als hätte jemand Blei in die Glieder gegossen. Die Grippe kommt nicht leise. Sie kommt mit voller Wucht und zwingt uns, alles stehen und liegen zu lassen.
Viele verwechseln sie mit einer Erkältung, dabei sind die Unterschiede deutlich. Eine Erkältung schleicht sich an, die Grippe überfällt uns. Das Fieber steigt schnell auf über 38 Grad, der Kopf dröhnt, die Muskeln schmerzen, und selbst das Liegen im Bett wird zur Anstrengung. Wer das einmal durchgemacht hat, vergisst es nicht so schnell.
Was viele unterschätzen: Die Grippe ist keine harmlose Angelegenheit. Besonders für ältere Menschen, kleine Kinder und alle, deren Immunsystem ohnehin geschwächt ist, kann sie gefährlich werden. Eine Lungenentzündung als Folge ist keine Seltenheit, und auch das Herz kann in Mitleidenschaft gezogen werden.
Die gute Nachricht ist, dass wir etwas tun können. Händewaschen klingt banal, ist aber einer der wirksamsten Schutzmaßnahmen überhaupt. Wer in der kalten Jahreszeit viel unter Menschen ist, tut gut daran, sich regelmäßig die Hände zu waschen und Abstand zu halten, wenn ringsum gehustet und geniest wird. Und wer krank ist, bleibt besser zu Hause. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Rücksicht.
Wenn es einen dann doch erwischt hat, hilft vor allem eines: Geduld. Viel trinken, ausruhen, dem Körper Zeit geben. Antibiotika helfen nicht, denn sie wirken nur gegen Bakterien, nicht gegen Viren. Fieber senkende Mittel können die Beschwerden lindern, sollten aber mit Bedacht eingesetzt werden. Die Grippe erinnert uns jedes Jahr aufs Neue daran, wie verletzlich wir sind. Und wie wichtig es ist, aufeinander Acht zu geben.